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Matcha Mania

Rabearosa Purpurblau hat einen schönen Artikel über Matcha geschrieben:

Matcha-Mania

Veröffentlicht am von

Es gibt Dinge, von denen man noch nie gehört.

Eines Tages stößt man durch Zufall darauf, wird neugierig und googelt danach.

Und siehe da: die ganze Welt kennt es schon (nur ich nicht).

Es gibt A-Blogger, die ganze Seiten damit füllen und eine riesige Anhängerschaft bediehnen, es gibt einen waren Kult um das Drumherum.

und nun kommt, was kommen muss:

ich will es plötzlich auch.

Die Rede ist vom Matcha.

Es ist, so liest man, nicht einfach ein grüner Tee (den mag ich so wie so nicht), sondern ein vier Wochen vor der Ernte beschatteter Tencha, der durch eben diese Beschattung ein extrem delikates, tiefgrünes Blatt erhält. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und anschließend in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen.
Das Pulver ist intensiv-grün und daher ideal als Farbgeber für augefallene
kulinarische (vor allem süße) Kreationen.

Sucht man nach einem Matcha-Rezept, stößt man unweigerlich auf diese Seite.

Ist man erst einmal so weit, kann man auch nicht mehr zurück. Es packt einen sofort.
Jetzt muss man sie einfach ausprobieren

die Matcha-Mousse

und die Matcha-Tiramisu

und noch so einiges andere Appettitlichkeiten

Und schon geht es los:

Die Zutaten lesen sich wie das Kochbuch einer (japanischen) Hexe.Die Beschaffung aller notwendigen Ingridenzien ist ein logistisches Meisterwerk.

Selbstverständlich wird Matcha auch getrunken, doch dazu muss erst einmal eine tradizionelle Teezeremonie durchgeführt werden.

Matcha kann man nicht mit einem ordinären Schneebesen aufschäumen, NEIN, dazu braucht man einen Chasen (das ist ein aus einem Bambusstück hergestellter Besen)

und für den Chasen einen speziellen Fayance-Topf, auf den der Besen, pardon Chasen,
nach Gebrauch aufgestulpt wird zum Trocknen.

Und es wäre ja nicht japanisch, wenn diese profanen Küchenuntensilien
nicht die vollkommene Form und Anmut von Kunstgegenständen hätten.
Dabei habe ich noch gar nicht die Trinktassen erwähnt.


Ganz gleich wie seltsam es klingt, aber es kommt mir fast schon wie ein Sakrileg vor,
den ersten Matcha eben nicht mit einem Chasen aufgeschlagen und nicht aus einer solchen Tasse zu trinken. Damit werde ich mir also noch Zeit lassen, denn beim Matcha selbst scheint es auch riesige Qualitätsunterschiede zu geben, naturgemäß ist der hochwertigste auch der (sündhaft) teuerste. Aber auch die mittlere  Preiskategorie hat es in sich.

Ich wage mich erst einmal an den Koch-(und Back-)Matcha und werde eines der oben erwähnten Desserts ausprobieren.

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